Funk
Der Begriff "funky" tauchte erstmals Mitte der 50er Jahre in der afroamerikanischen Umgangssprache auf und entwickelte sich innerhalb der folgenden Jahre zu einem geflügelten Wort für alles was Pep hat. Im Original mit "dreckig" oder "erdig" zu übersetzen wurde das Wort "funky", zweckentfremdet und erhielt eine positive Bedeutung. Ähnlich wie wir es heute von "cool" oder "geil" kennen. Immer öfter tauchte die Redewendung "it´s funky" im Jazz auf und wurde in den 60ern zu einem eigenen Genre dass sich aus Jazz, Soul, Gospel, Rock und Rythm and Blues zusammensetzt.
Am stärksten wurde der Funk vom "Godfather Of Soul" James Brown geprägt. Basierend auf synkopierten Bässen entwickelte sich das Slappen. Eine Technik bei der die Saiten der Gitarre nicht gezupft, sondern regelrecht gerissen werden. Die Zusammenstellung aus souligem Gesang, rythmischen Gitarrensätzen, zackigen Blechbläsern und oftmals politisch motivierten Texten weckte letztendlich auch das Interesse der breiten Masse und etablierte sich in den 70er Jahren in den Plattenläden.
Künstlern wie James Brown, Cool And The Gang, Sly And The Family Stone, den Isley Brother, den Commodores, Earth Wind And Fire und dem Saxophonisten Maceo Parker ist es zu verdanken dass Funk sich immer grösserer Beliebtheit erfreute. Die besten Live-Musikerlebnisse lassen sich am besten in einem Fotobuch festhalten. In den 80ern wurde Funk nun selber zur Grundlage neuer Musikauswüchse, wie zum Beispiel dem Fusion.
Ob im Crossover oder im Hip Hop, die "alten" Stilmittel inspirieren auch heute noch Künstler und lassen uns immer wieder neue Kreationen erleben. Doch auch der pure, ursprüngliche Funk ist nach all der Zeit dank der unermüdlichen Leidenschaft von Musikgrößen wie James Brown nach wie vor aktuell, hip und tierisch funky!